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La Pampa muss aufgeben

Indie-Festival scheitert an Geländefrage [06.02.2012]

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Nach einem verheerenden Hochwasser im Jahr 2010 wurde das familiäre Open-Air nahe Görlitz nun Opfer der ostsächsischen Verwaltung, sagen seine Veranstalter.
 
Das La-Pampa-Festival ist Geschichte. Am vergangenen Freitag verkündete der veranstaltende La Pampa e.V. das endgültige Aus des Indie-Festivals. Verantwortlich ist eine ganze Gemengelage an Gründen, in erster Linie aber war es die vergebliche Suche nach einem langfristigen Standort, von dem Investoren ihre Zuwendungen abhängig gemacht haben. Besonders sauer ist der Veranstalter in diesem Zusammenhang auf die öffentliche Hand, die offenbar nur den Stinkefinger zeigte. In der auf der Festival-Homepage nachzulesender Pressemitteilung heißt es dazu vielsagend: »Das finale Scheitern darf man daher durchaus zum Großteil dem deutschen Amtsschimmel anheften, der wiederholt das lange und vorerst aussichtsreiche Bemühen um eine neue Location verhindert hat.« Auf Nachfrage präzisierte Festivalsprecher Kai Grebasch diesen Vorwurf und verwies auf das Kompetenzgerangel und das geringe Tempo innerhalb der Behörden, was verbindliche Entscheidungen immer wieder aufschob. Vor diesem Hintergrund war es laut Grebasch nicht mehr möglich, eine weitere La Pampa-Auflage angemessen vorzubereiten. Im Gerangel um ein vorzeigbares Line-up käme das La Pampa inzwischen viel zu spät.


Eigentlich war das La Pampa im idyllischen Freibad Hagenwerder nahe Görlitz zu Hause. Tocotronic, Bonaparte oder WhoMadeWho wurden ins jugendkulturell sonst eher unterforderte Ostsachsen gelockt, bis das Neiße-Hochwasser im Sommer 2010 das Gelände nahe der deutsch-polnischen Grenze ruinierte. Inzwischen ist dieses Gelände wieder einigermaßen intakt, so dass sogar mit einer Rückkehr dorthin spekuliert wurde. Allerdings verhinderten dies die komplexen Besitzverhältnisse des Areals.
 
Die Festivalsaison 2011 wurde mit einem eintägigen Programm in Dresden überbrückt, das man passenderweise »La Pampa im Exil« taufte. Die Suche nach einer neuen adäquaten Heimat ging derweil weiter. Nun hat sie ihr trauriges Ende gefunden. Ein kleiner Hoffnungsschimmer: Ein großer Teil der La Pampa-Macher will als Veranstalter weiter machen und kann uns so auch in Zukunft wunderschöne Festival-Momente bescheren.



Text: Mathias Ehlers
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